Iran: Kulturland zwischen Orient und
Okzident
49. Bibliotheksgespräch im Schulzentrum Am Spalterhals / Vorträge aus zwei
verschiedenen Ansichten

BARSINGHAUSEN (jh). Beim 49. Bibliotheksgespräch haben Schüler und interessierte Besucher einen Einblick in das Leben im Iran erhalten. Der iranische Künstler Alireza Omuni und Hans-Dieter Tjarks berichteten aus unterschiedlichen Perspektiven über das Kulturland Iran.

Zuerst hielt Tjaks ein Referat, der einen Lichtbilder-Vortrag mit einschloss. Bereits dreimal reiste Tjarks in den Iran, welcher viermal größer ist als die Bundesrepublik Deutschland. Die 68 Millionen Einwohner des Iran sind zugleich

westlich und orientalisch orientiert. Neben kulturellen Highlight suchte Tjarks auch den Kontakt zu den einheimischen Menschen. Trotz einer Arbeitslosigkeit von 40 Prozent ist der Iran wirtschaftlich ein reiches Land, zumal 9 Prozent des Ölabkommens aus dem Iran stammen. Die zahlreichen Paläste sind mit unendlichen Spiegelauskleidungen gestaltet. Die im Iran aufwachsenden Mädchen müssen ab dem 8. Lebensjahr ein Kopftuch tragen. Hinsichtlich der Religion, dem Islam, ist der Süden des Landes strenger in Sachen Kopftuch. Auf einer Iran-Reise begleitete auch die Pädagogin des Hannah-Arendt-Gymnasiums Bettina Mussmann den Reiseexperten. Dort war auch sie verpflichtet ein Kopftuch zu tragen, da sie den iranischen Boden sonst nicht hätte betreten dürfen. Auch Frau Mussmann nahm viele besondere Eindrücke aus diesem orientalischen Land

mit nach Hause und hielt die wichtigsten Momente mit ihrer Fotokamera fest. Nach dem faszinierenden Lichtbildervortrag konnten die Besucher während einer kleinen Pause köstliche Spezialitäten aus Persien probieren. Natürlich wurde die Zeit auch genutzt, um die vielen ausgestellten Bilder von Alireza Omuni zu betrachten.

Dem Künstler, welcher vor 19 Jahren mit seiner Frau Parwin Rezvanpour den Iran verließ und nach Deutschland kam, gelang es hier eine neue Existenz zu gründen. Der 49-jährige Alireza Omuni ist heute in der Lage alle Impressionen aus seiner Heimat und seiner Umwelt, und

nach seinen eigenen Vorstellungen, in seinen Bildern zusammenzuführen. Im Jahr 1995 gründete er sogar seine eigene Malschule in Ronnenberg. In seinen Öl-Bildern spiegeln sich Märchen zwischen 1001 Nacht, Architektur-Elemente, fließender Sand und sein Land mit den verschiedenen Völkern wieder. Die Besucher zeigten sich von den Bildern und dem Bericht des Künstlers sehr beeindruckt.

Als Dankeschön für die beiden Vorträge erhielten Alireza Omuni und Hans-Dieter Tjarks ein Präsent sowie einen Blumenstrauß von Bettina Mussmann und Lothar Kutsch überreicht, welche das 49. Bibliotheksgespräch organisierten.



