Glauben und Wissen (Loccum 2006)


Glauben und Wissen oder: Die Frage nach Gott


Zwölf interessierte Schüler und Schülerinnen des 12.Jahrgangs nahmen unter Betreuung von Frau Mußmann und Herrn Wolter an einer dreitägigen Tagung der evangelischen Akademie in Loccum teil, um dort das Thema "Glauben und Wissen oder: Die Frage zu Gott" zu behandeln.
Um Neid zu vermeiden, werden wir an dieser Stelle nicht von dem vielfältigen Frühstücksbuffet, dem aufgetischten Drei-Gänge Mittagsmenü (exzellenter Nachtisch), der allnachmittäglichen Sahnetorte und dem reichhaltigen "Abendmahl" sprechen. Auch nicht erwähnen wollen wir die so genannte Kaffeetankstelle, deren kostenlose Heiß- und Kaltgetränkeressourcen nicht zu enden schienen.

Wenn schon unser physischer Hunger groß war, so übertrumpfte ihn der mentale noch um Längen. Um diesen zu stillen waren vier hochkarätige Professoren aus allen Ecken Deutschlands eingeladen worden. Sie versorgten die 104 interessierten Zuhörer mit unterschiedlichen Vorträgen zur Bedeutung von Religion und Glaube sowie dem Verhältnis zwischen Glauben und Wissen. Diese Gedankenexperimente regten zu hitzigen Diskussionen an. Trotz der großen Meinungsverschiedenheiten war der Umgang miteinander ausgesprochen respektvoll.

Ein großes Lob geht an die Organisatoren, die uns unter anderem durch das Aufstellen einer Großleinwand die Möglichkeit gaben, unseren Emotionen als simple Fußballfans freien Lauf zu lassen. Auch als wir dann später am Abend nicht mehr sicher waren, ob wir der These Nietzsch(k)es: der "(Fußball)gott ist tot!" nicht doch etwas mehr Beachtung schenken sollten, lenkten sie uns mit verschiedensten Argumenten der Religionskritik ab.

Alle trugen zu einer anregenden Atmosphäre bei, woran auch die luxuriösen Einzelsituationen und die moderne Ausstattung unseres "Fünf-Sterne-Hotels", sowie das sonnige Wetter (Petrus?) ihren Anteil hatten. So konnte unser Erkenntnisbildungsprozess ohne dogmatische Beschränkungen vorangetrieben werden. Weiterhin würden sich die meisten von uns jedoch der These anschließen:

Wir wissen, dass wir nichts wissen!

Swantje Benne, Lisa Schneider