• Aus der HANNAHLYSE-Redaktion

    Ob Glosse, Reportage, Portrait oder Bericht - auf der Fahrt der Hannahlyse vom 28.08. bis 30.08. nach Bergkirchen war unsere Redaktion sehr produktiv und hat durch die Unterstützung der Marlis-Ragge-Stiftung und der Jungen Presse Niedersachsen (JPN) im Rahmen der Mobilen Medienakademie ("Mobak") viel über journalistische Stilformen, die Planung der Artikel und das Layout einer Zeitung gelernt.

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  • Ausstellung "Weltreligionen"

    Im Rahmen der Interkulturellen Woche hat sich der Religionskurs des 10. Jahrgangs 10F/10FLS mit den Weltreligionen beschäftigt und eine Ausstellung vorbereitet, die in der 39. KW in der Pausenhalle gezeigt wird. Jeweils in der 1. und 2. großen Pause sind Schülerinnen und Schüler des Kurses vor Ort, um Fragen zu beantworten.

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  • Exkursion zur Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Im Rahmen des Themas "Nationalsozialistische Gewaltherrschaft" im Geschichtsunterricht findet diese Woche in allen Klassen des 10. Jahrgangs eine Exkursion zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen statt.

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Ganztagskonzept

1. Geschichte und Ausgangsbedingungen

Das Hannah-Arendt-Gymnasium ist im Jahre 1967 als Ganztagsgymnasium gegründet worden – seinerzeit ein Pilotprojekt und das älteste seiner Art in Niedersachsen. Der damalige Landkreis Hannover verfolgte mit dieser Gründung mehrere Ziele, unter anderem die Erhöhung des Anteils der Schülerinnen und Schüler mit den Abschlüssen des Gymnasiums, insbesondere des Abiturs, und die Verbesserung der Bildungschancen in einer Kleinstadt, die bisher kein Gymnasium hatte.

Vor allem aber sollten den Schülerinnen und Schülern Lernmöglichkeiten eröffnet werden, die nach aller damaligen Erfahrung nur oder vor allem an Ganztagsschulen gegeben waren – und das waren zu dieser Zeit zumeist Schulen in privater Trägerschaft, in der Regel aus der Reformpädagogik hervorgegangen, und Schulen, die man erst noch plante und dann, in den 70er Jahren, auch errichtete, als Gesamtschulen allerdings: Ganztagsschulen blieben im gegliederten System eher Exoten.

Diese Ausgangsüberlegungen ließen ein Schulzentrum entstehen, das Möglichkeiten vorhält, um die sich andere Schulen in aufwändigen Prozessen nachträglich bemühen müssen. Der damalige Schulträger hat die Schule unmittelbar am Deisterrand auf einem sehr großzügig bemessenem Gelände gebaut, das mannigfache Gestaltungsmöglichkeiten bietet (Schulgarten, Biotop, Spielwald für die jüngeren Schülerinnen und Schüler), hat einen Bau mit reichlich bemessenen Unterrichtsräumen erstellt, mit Verkehrsflächen und Kommunikationsachsen, mit einer sächlichen Ausstattung, die eine Mensa, aber auch eine große eigene Schulbibliothek (und eine Kleine Bücherei für jüngere Schülerinnen und Schüler) einschließt, und mit Fachpersonal, um die Einbindung der Bibliotheksarbeit in Unterricht und Projekte zur Leseförderung möglich werden zu lassen.

Auch wenn diese aufwändige Infrastruktur in die Jahre gekommen und in Teilen sanierungsbedürftig ist, ist sie insgesamt gut erhalten und in anderen Teilen hervorragend saniert, so dass das Schulzentrum nach wie vor sehr gute Bedingungen für ein lebendiges und vielfältiges, auch außerunterrichtliches Schulleben bietet.

Und auch wenn sich die Bedarfe geändert haben und das Ganztagesangebot in der Folge zu einem offenen Angebot geworden ist, bleibt die Grundidee der Bildungsgerechtigkeit bestehen.

2. Das aktuelle Konzept

Sowohl die Geschichte des Ganztagsgymnasiums als auch das Leitbild des Hannah-Arendt-Gymnasiums sind richtunggebend für das aktuelle Ganztagskonzept.

 

Das bedeutet konkret, dass wir

  • vielfältige Identifikationsmöglichkeiten für alle am Schulleben Beteiligten schaffen.

 Unser Ganztagesangebot ist vielfältig hinsichtlich

- der Angebote: Es wird kein Schwerpunkt bevorzugt. Auswahlkriterium ist die Nachfrage, um einerseits möglichst vielen Schülerinnen und Schülern Gelegenheiten zu bieten, sich mit ihrer Schule außerhalb des Unterrichts zu verbinden und andererseits möglichst viele Lehrkräfte zu motivieren, sich über den Regelunterricht hinaus mit individuellen Ressourcen in das Schulleben einzubringen.

- der Anbieterinnen und Anbieter (alle am Schulleben Beteiligten und externe Kooperationspartner), um unterschiedliche zusätzliche Anlaufstellen für Schülerinnen und Schüler zu schaffen.

  • Verantwortungsübernahme für die Schulgemeinschaft und für die Gesellschaft fördern.

Angebote wie z.B. die AGs Schulsanitätsdienst, „Schüler schulen Senioren“, Streit schlichten, Senegal und andere fördern gezielt die Verantwortungsübernahme für sich und andere und lassen Schülerinnen und Schüler am Erleben eigener Wirksamkeit wachsen. So werden etliche unserer AGs von älteren Schülerinnen und Schülern initiiert und geleitet.

  • im Rahmen unserer schulischen Möglichkeiten für Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit sorgen.

- Die Ganztagsbetreuung ist für die Familien grundsätzlich kostenfrei. Wenn Gebühren, die für Materialien, Busfahrten oder Ähnliches anfallen, für eine Familie nicht tragbar sind, werden Förderungsmöglichkeiten gefunden (BuT-Mittel, Schulvereinsunterstützung und Ähnliches).

- Durch Hausaufgabenbetreuung, zielgerichtete Förderangebote und die Möglichkeit im schulischen Rahmen zusätzliche Kompetenzen zu erwerben oder einfach nur sinnvolle Freizeitbeschäftigung kennen zu lernen, erhalten unsere Schülerinnen und Schüler Entwicklungschancen unabhängig vom sozialen Hintergrund.

  • bedarfsgerecht auf die Anforderungen der Barsinghäuser Familien reagieren.

Unser Ganztagesangebot ist offen, um den Familien maximale Gestaltungsfreiheit zwischen häuslicher und schulischer Betreuung und Förderung zu gewähren und damit den unterschiedlichen Bedarfen gerecht zu werden.

 

Das Ganztagsangebot ist daher wie folgt organisiert:

- In den Jahrgängen 5/6 findet eine verlässliche Betreuung von 8-13.10 Uhr statt, die im Rahmen von Bereitschaftsunterricht und Betreuung durch die Schulsozialpädagogin gewährleistet wird. Dem Bereitschaftsunterricht liegt ein spezielles schulisches Vertretungskonzept zu Grunde. (Dieses Angebot ist nicht offen, sondern findet als Pflichtunterricht statt.) Zusätzlich gibt es eine Frühbetreuung ab 7.15 Uhr in der Kleinen Bibliothek.

- Die 7. Stunde (13.10 Uhr–13.50 Uhr) ist Mittagspause für die ganze Schule – es gibt Essensangebote in der Schulmensa und am Schulkiosk und freie Beschäftigungsmöglichkeiten in den Bibliotheken und im sozialpädagogisch betreuten Freizeitbereich.

 

Die weiteren Nachmittagsangebote werden zu Schuljahresbeginn individuell zusammengestellt und können zum Halbjahr nachjustiert werden. Zusätzliche Fördermöglichkeiten kommen im Laufe des Schuljahres hinzu:

- Für die Jahrgänge 5/6 wird eine Hausaufgabenbetreuung durch Frau Knolle (über das Ganztagsbudget eingestellte Bibliothekskraft) von Mo-Do, 13.50 Uhr–15.20 Uhr angeboten.

- Montags bis freitags werden im Nachmittagsbereich rund 40 verschiedene, überwiegend jahrgangsübergreifende Arbeitsgemeinschaften angeboten. Auch unsere Austauschfahrten gehören zusammen mit ihrer Vor- und Nachbereitung in diesen Rahmen.

- Abhängig von den verfügbaren Ressourcen und den diagnostizierten Bedarfen werden gezielte Förderungen durch Lehrkräfte für einzelne Jahrgänge und/oder Schülergruppen in den Bereichen Mathematik, Englisch, Vokabeltraining, Rechtschreibung, Spracherwerb angeboten.

- Es gibt ein von der Schülervertretung koordiniertes, bedarfsorientiertes Programm „Schüler helfen Schülern“.

- Ebenfalls in das Ganztagsangebot eingebunden sind die Maßnahmen im Rahmen des Barsinghäuser „Kooperationsverbundes Hochbegabung“, die in Zusammenarbeit mit der KGS Goetheschule und den Grundschulen durchgeführt werden.

Stand: Mai 2019; Koordination: S. Stimpfle