Hierbei nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich nicht nur das Projekt vorstellen zu lassen, sondern direkt mit dem Abgeordneten in den Austausch zu gehen. "Speak up!, das bedeutet ja für seine Meinung einzustehen", erklärte ein Schüler. "Oder auch für andere zu sprechen, die selbst keine Stimme haben", ergänzte eine Schülerin. Es wurde gefragt, diskutiert und offen über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen gesprochen. "Was halten Sie von der aktuellen Regierung?", fragte ein Schüler. Ohne Presse im Haus müsse er ja nicht jedes Wort abwägen, antwortete Miersch schmunzelnd, blieb aber dennoch diplomatisch: Mit vielen Dingen sei auch er nicht einverstanden und kritisierte insbesondere die Kommunikation der Regierung. Anderes wiederum, etwa das Bemühen des Bundeskanzlers im Ausland, lobte der Spitzenpolitiker. Selten war die Berliner Politik für die Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums so nah wie in dieser Gesprächsrunde.
Im Mittelpunkt einer möglichen Projektfortführung von "Speak up!" steht dann konkret die Frage, was junge Menschen selbst für ein demokratisches Miteinander und gegen Hass, Ausgrenzung und gesellschaftliche Verrohung tun können. Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei in kleinen Gruppen mit diesen Entwicklungen in ihrem eigenen Lebensumfeld auseinander und entwickeln daraus eine eigene Idee, die möglichst auch praktisch umgesetzt werden soll.