In der Großen Bibliothek wurden französische Fähnchen aufgehängt, blau-weiß-roter Blumenschmuck wurde dekoriert und in der Pausenhalle ein großes „Herzlich willkommen“-Schild zur Begrüßung der teilnehmenden Gymnasien aufgehängt.
Aufgeregt saßen die zwölf Leser*innen schließlich in den ersten beiden Stuhlreihen der Großen Bibliothek des HAG und warteten gespannt darauf, dass sie nun die Kriminalgeschichte „Paris Noir“ vor der Jury aus ehemaligen HAG-Französischlehrerinnen vorlesen durften. „Paris Noir“ ist ein anspruchsvolles und recht langes Buch, das die Schulsieger*innen in den vergangenen zwei Wochen intensiv lesen geübt hatten. Sie mussten sich die Geschichte aufgrund vieler neuer Vokabeln erst einmal erarbeiten, überlegen, wie man am besten die Dialogpassagen liest und wie man Spannung aufbaut. Viele Fragen trieben sie um: Wo muss man an die Liaison denken? Welche Endung darf man in keinem Fall hören? Welche Endung muss man hingegen hören? Und wie werden die Sehenswürdigkeiten, Orte und Namen berühmter Persönlichkeiten ausgesprochen? Die Aussprache von Notre-Dame ist ja noch klar, aber von Père Lachaise, Gare d‘Austerlitz und Museum national d‘Histoire naturelle …?
Nach einer herzlichen Begrüßung der Gäste durch Schulleiterin Silvia Bethe und kleinen Aufmerksamkeiten vom HAG für alle ging es los. Die Reihenfolge der Leser*innen wurde durch das Los bestimmt. Die Geschichte war vorab in zwölf Leseabschnitte eingeteilt worden, sodass man nach den zwölf Leser*innen einmal von Anfang bis Ende mit den Freunden Camille, Yanis und Hugo zur Rettung von Madame Michel und den Katzen durch Paris gereist war. Welch spannendes Abenteuer!
Nachdem alle Schüler*innen gelesen hatten, zog sich die Jury zur intensiven Beratung zurück. Bei den Leser*innen fiel die Anspannung langsam ab und man unterhielt sich angeregt bei leckeren Croissants und Pains au chocolat, die dankenswerterweise vom Schulverein für den besonderen Anlass spendiert wurden. Zur Siegerehrung wurde es noch einmal spannend. Die ersten drei Plätze wurden ausgewählt: Für die beste Leseleistung wurde Ole vom Hannah-Arendt-Gymnasium ausgezeichnet, gefolgt auf Platz 2 von Elsa vom Hölty-Gymnasium Wunstorf und Platz 3 erreichte Josefine vom Gymnasium Bad Nenndorf. Unter großem Applaus erhielten die Sieger*innen von Schulleiterin Silvia Bethe eine Urkunde und von Französisch-Fachobfrau Johanna Kassing-Kröger einen Buchpreis sowie eine schokoladige Anerkennung. Die anderen Schüler*innen teilten sich einen gemeinschaftlichen 4. Platz. Auch sie wurden mit Urkunden und Schokolade für ihre Leistung bedacht.
Nun freuen sich die Gymnasien, sich im nächsten Jahr in Bad Nenndorf wiederzusehen!