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Nachrichten

HAG-Schüler bei Mathe-Olympiade in Göttingen

Zwei intensive und spannende Tage standen für Laurenz Brditschke und Ole Wille aus dem siebten und Tim Wert aus dem zwölften Jahrgang des Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG) zu Beginn des Schulhalbjahres auf dem Programm. Nachdem sie in der ersten und zweiten Runde auf Schulebene erfolgreich geknobelt und gerechnet hatten, durften Sie das HAG am 20. und 21. Februar beim Landesentscheid der Mathe-Olympiade an der Universität Göttingen vertreten.

Schulleiterin Silvia Bethe und Fachobfrau Jessica Goldstein gratulieren Ole, Tim und Laurenz (v. li.) zum Erfolg bei der Mathe-Olympiade. // Foto: S. Sell

Zwei umfangreiche Klausuren standen dabei auf dem Programm. In vier Stunden mussten in der ersten Klausur drei, in der zweiten Klausur vier knifflige Aufgaben bewältigt werden.
"Dieses Mal habe ich mich noch besser vorbereitet", berichtet Siebtklässler Ole, der wie Laurenz auch bereits im vergangenen Jahr in Jahrgang 6 teilgenommen hatte. Als Vorjahresteilnehmer konnten die beiden schon im Herbst ein Übungsseminar in Göttingen besuchen. "Die ersten Aufgaben gingen dann auch ziemlich schnell, bei der dritten hatte ich nicht gleich den richtigen Ansatz", sagt Laurenz. Den liefert Ole noch einmal im Gespräch mit Schulleiterin Silvia Bethe und Fachobfrau Jessica Goldstein nach und berichtet begeistert davon, wie er mit Hilfe der Quersumme direkt auf einen Lösungsansatz gekommen sei, der ihn zu dem geforderten Beweis in der dritten Aufgabe geführt habe. "Es sind aber häufig auch kleine Geschichten, die dann mathematisch gelöst werden müssen", berichtet Laurenz, "und dann muss man zum Beispiel berechnen, wie schnell ein Feuerlöschteich gefüllt werden kann." Über die erste Runde, die noch in Form von Hausaufgaben zu bewältigen war, kamen die beiden Siebtklässler über den Schulentscheid (Ole: "Wie eine Mathearbeit") zur niedersachsenweiten Landesrunde der Mathematikolympiade nach Göttingen. Dabei erreichte Ole den dritten Platz und sicherte sich die Bronze-Medaille für seine Altersstufe. "Es ist schon ein beachtlicher Erfolg, die zweite Runde zu erreichen, erst recht die dritte", betont Schulleiterin Bethe. Man brauche natürlich die Lust zu knobeln, und man muss sich auch zutrauen, das Problem zu verstehen und dann auch dranzubleiben und nicht locker zu lassen. 
Mit Tim Wert konnte das HAG erstmals einen Schüler aus der Oberstufe in die Landesauswahl entsenden. Er belegt im Abitur den Mathe-Leistungskurs und strebt ein Studium im Bereich Mathematik und Informatik an. Bereits jetzt belegt er im Rahmen eines Juniorstudiums Informatik-Kurse an der Leibniz-Universität Hannover und schreibt - zumindest probeweise - die ersten Klausuren dort mit. Auch Laurenz und Ole lockt die Mathematik. "Irgendwas mit Mathe wäre später schon nett", sagt Laurenz. Ole interessiert die besonders die Kombination aus Mathe und Musik. In der Schule fehle den beiden allerdings eine Mathe-AG, um auch über den Unterricht hinaus an mathematischen Problemen zu tüfteln. Schulleiterin Bethe, selbst Mathematiklehrerin, unterstützt diesen Wunsch, offen sei allerdings die Frage, wer eine entsprechende Arbeitsgemeinschaft anbieten könne ... Eine Lösung erscheint naheliegend: "Och", meint Tim, "wenn das zeitlich passt, könnte ich mir das für die Zukunft schon vorstellen, so eine AG zu leiten." Vielleicht entsendet das HAG dann künftig noch mehr Nachwuchsmathematiker:innen zur Mathe-Olympiade nach Göttingen.