• Preis für soziales Engagement

    Die Siegfried-Lehmann-Stiftung vergibt ihren jährlich ausgelobten Preis in diesem Jahr auf Basis eines Schüler*innenwettbewerbs. Die Wettbewerbsfragen und das Format haben Kolleg*innen unserer Schule entwickelt und halten spannende Aufgaben bereit, die von einzelnen Schüler*innen, Gruppen oder Klassen bearbeitet werden können.

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  • Mathematik-Olympiade

    Die 1. Runde der Mathematik-Olympiade 2020/2021 am Hannah-Arendt-Gymnasium ist gestartet! Der Wettbewerb richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 unserer Schule. Die Aufgaben können bei den Mathematiklehrerinnen und Mathematiklehrern in gedruckter Form abgeholt oder auf der Homepage heruntergeladen werden.

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  • Herbstferien

    Am 12. Oktober 2020 beginnen in Niedersachsen die Herbstferien. Wiederbeginn des Unterrichts ist Montag, der 26. Oktober 2020. Wir wünschen allen Schüler*innen, Eltern sowie Kolleg*innen eine schöne Herbstzeit.

    Für das Sekretariat gelten in der Ferienzeit besondere Öffnungszeiten.

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Berichte aus dem Fach Politik-Wirtschaft

Projekt Juniorwahl2017

Foto: T. Großheide

Anlässlich der diesjährigen Bundestagswahl hat das HAG an der Juniorwahl 2017 mit deutschlandweit 3.500 Schulen und ca. 1.000.000 wahlberechtigten Schülern teilgenommen.

Zur Wahl aufgerufen waren am HAG alle Schüler ab Jahrgang 8, so dass 643 Schüler und Schülerinnen abstimmen durften. Um eine politische Meinungsbildung zu ermöglichen wurde die Juniorwahl im Rahmen der Projekttage zur Vorbereitung des Schuljubiläums geplant. Fast 100 Schüler beschäftigten sich unter der Leitung der Politiklehrer mit den Parteiprogrammen, den rechtlichen Voraussetzungen der Wahl, ihrem organisatorischen Ablauf, etc. Geleitet wurde die Wahl von einem mit Schülern besetzten Wahlvorstand, der sich seiner Aufgabe mit viel Fleiß und Engagement widmete. Hierfür möchten wir den beteiligten Schülern herzlich danken!

Im Laufe der Projekttage entstand eine Fülle von Informationsmöglichkeiten für die Schülerschaft. Die Bandbreite erstreckte sich von Informationsplakaten zu den Parteiprogrammen, über Erklärvideos zu den einzelnen Wahlaspekten (z.B. Wahlrecht, Aufgaben des Bundestages, Überhangmandate, ...) bis hin zu einer Aufbereitung der Ergebnisse der vergangenen Bundestagswahlen. Einer breiten Öffentlichkeit wurden diese Ergebnisse bereits auf dem Schuljubiläum zugänglich gemacht. Die Ausstellung in der Schule erfolgte darüber hinaus bis zur Bundestagswahl.

Wählen konnten unsere Schüler und Schülerinnen in der Zeit vom 18. bis 22. September. Die Ergebnisse der Juniorwahl wurden parallel mit den ersten Hochrechnungen um 18 Uhr am 24. September auf www.juniorwahl.de veröffentlicht. Allerdings war das Schülerinteresse so groß, dass diese Seite zeitweise nicht mehr erreichbar war. Abgegeben wurden am HAG 572 Stimmzettel, wodurch eine Wahlbeteiligung von 88,96% erreicht wurde.

Michael Schneider

Graphik: Michael Schneider

Forum Standortauswahlgesetz 2013 – Endlager für hochradioaktive Abfälle

Durch unsere Teilnahme an der Loccumer-Tagung "Endlagersuche - Gemeinsam mit den Bürgern! Information, Konsultation, Dialog, Beteiligung" erhielten wir erfreulicherweise (neben zahlreichen weiteren Einladungen, wie z.B. in den Bundestag nach Berlin oder ins Erkundungsbergwerk nach Gorleben) als erste Schule überhaupt eine offizielle Einladung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zum "Forum Standortauswahlgesetz" zur Endlagerung hochradioaktiver Abfälle, das vom 31. Mai bis zum 02. Juni in der Auferstehungskirche in Berlin stattfand.

Das Besondere an diesem Forum war, dass dieses nicht nur eine Fortführung der Thematik in Loccum darstellte, sondern allen Interessenten Gelegenheit bot, ihre Ansichten und Anregungen zum Standortauswahlgesetz einzubringen, bevor das Gesetzgebungsverfahren im Juni 2013 in die entscheidende Phase tritt. Zudem wurde die gesamte Veranstaltung per Live Stream auf der Website des Bundesumwelt-ministeriums übertragen und neben den Stellungnahmen vor Ort konnten Anregungen und Kommentare auch online abgegeben werden. Neben dem Bundesministerium richteten darüber hinaus alle an der politischen Einigung beteiligten Bundestags-fraktionen das Forum aus und wir trafen viele uns bereits aus Loccum bekannte Gesichter.

Sehr überraschend an diesem Wochenende war für uns allerdings, dass sehr viele Personen, die der Partei DIE GRÜNEN zuzuordnen sind, anwesend waren und nur wenige Bürgerinitiativen an den abermals sehr interessanten Diskussionen teilnahmen. Der Hauptteil der Bürgerinitiativen brachte dagegen ihren Protest über ihre mangelnde Beteiligungsmöglichkeit an der Ausarbeitung des Standortauswahlgesetzes in Form einer Demonstration vor der Auferstehungskirche am Freitag zum Ausdruck und blieb der Veranstaltung auch in den nächsten Tagen fern.

In den Diskussionsrunden nach verschiedenen Themenblöcken (wie z.B. "Voraussetzungen für einen gesellschaftspolitischen Konsens in der Standortsuche" oder "Der Entwurf Standortauswahlgesetz und die Verfahrensschritte der Standortsuche") selbst wurde für uns erneut schnell ersichtlich, dass die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle ein über politische Grenzen hinweg konsensarmes Thema ist und es den Teilnehmern der Diskussion an Objektivität und Entscheidungsoffenheit mangelt. Zudem hatten wir das Gefühl, dass sich die Teilnehmer in Loccum "politisch-kreativer" und auch ergebnisorientierter verständigt haben, was letztlich aber auch an der Anlegung offenerer Gesprächsformen dort gelegen haben mag. Da das Thema "Endlagerung" jedoch nach einer dringenden Lösung verlangt, die auch alle nachfolgenden Generationen betreffen wird, weshalb eine Sicherung und Weitergabe der uns bisher bekannten naturwissenschaftlichen Forschungsstände sowie das Finden eines gesellschaftlich akzeptierten Endlagerstandortes dringend erforderlich ist, forderten wir in Berlin erneut die Aufnahme dieses so wichtigen Themas in die Kerncurricula der Bundesländer. Sehr positiv empfanden wir dagegen, dass alle unsere Fragen sowohl in den Diskussionsrunden als auch in den Pausen beantwortet wurden. Alle Teilnehmer nahmen sich viel Zeit für uns und sprachen unzählige Einladungen und Angebote, uns auch in der Schule besuchen zu kommen, aus. Darüber hinaus wurde durch die anwesenden Experten aus unterschiedlichen Fachwissenschaften jede mögliche Perspektive auf das Gesetz eröffnet und es konnten konkrete Änderungsvorschläge an dem Gesetz eingebracht werden. Ob diese letztlich in das Gesetz eingearbeitet werden, wird sich Mitte Juni 2013 entscheiden - wir werden die Entwicklungen gespannt verfolgen.

Katja Westerkamp (9FLn), Ole Hänsel (9FLn), Peer Schroth (9FLn), S. Burger, D. Posmyk