• Musik trotz(t) Corona (Teil II)

    Tabletklasse goes Electro Funk! In Corona-Zeiten ist Musikpraxis kaum möglich - vor allem die kreative Arbeit in den Überäumen, die ein Schwerpunkt des Musikunterrichts am HAG darstellt, war plötzlich nicht mehr durchführbar. Die Ipads bieten mit der Sequencersoftware "Garageband" eine gute Möglichkeit für die Schüler*innen, auch zu Hause und alleine Musik zu machen.

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  • Schon gemerkt? Das HAG wird bunter

    Durch den Wegfall zahlreicher AGs und der Projekttage mussten wir so viele kreative Ideen und Aktionen erstmal auf Eis legen. So hatte es die Schulgarten-AG aufgrund der aktuellen Entwicklung nicht mehr geschafft, die kleinen Beete rund um die Bäume vor dem Haupteingang zu verschönern - das ist nun aber dank zahlreicher Klassenpatenschaften geschehen! Schaut euch die neu gestalteten Baumbeete an und genießt einfach nur das Schöne.

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  • Ergebnisse des Känguru-Wettbewerbs 2020

    Trotz der Einschränkungen in der Corona-Zeit haben 244 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom HAG am diesjährigen Känguru-Wettbewerb teilgenommen, 165 davon haben ihre Ergebnisse anschließend hochgeladen - natürlich aus dem "Homeoffice". Dieses Engagement soll honoriert werden, daher gibt es einen Preis für alle Teilnehmer*innen, für die aktiven zusätzlich eine Urkunde.

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Moment mal! Was kennzeichnet eigentlich den Religionsunterricht am HAG?

1. Ziele

Der Religionsunterricht am HAG soll die Schülerinnen und Schülerinnen darin befähigen, die religiöse Dimension ihrer Lebenswelt wahrzunehmen und diese vor dem Hintergrund der christlichen Tradition zu verstehen.

Gleichzeitig leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Identitätsbildung der Schülerinnen und Schüler. Grundsätzliche Fragen des Lebens, z.B. Was zeichnet den Menschen aus? Was passiert nach dem Tod?, finden hier den entsprechenden Raum, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Hierbei stellt die Reflexion religiöser Deutungsansätze ein Orientierungsangebot dar.

Auch stellt sich im Alltag oft die Frage, wie man eigentlich richtig handeln soll, zum Beispiel in Bezug auf den Umgang mit Geflüchteten, Genforschung oder den Umgang mit unserer Umwelt. Daher ist die ethische Urteilsbildung ein wichtiges Ziel des Religionsunterrichts und die Schülerinnen und Schüler sollen darin befähigt werden, verantwortlich zu handeln. Für den christlichen Glauben sind dafür insbesondere die Werte Freiheit und Verantwortung relevant.

Darüber hinaus ist das interreligiöse Lernen nicht nur ein wichtiges Ziel des Religionsunterrichts, sondern auch von großer aktueller Bedeutung. Die Schülerinnen und Schülern lernen die großen Religionen Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus kennen und nehmen dabei sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede wahr. So sollen die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, an einem von gegenseitigem Respekt geprägten und auf Augenhöhe geführten Dialog der Religionen teilzunehmen und hierbei nicht von Vorurteilen geleitet zu werden.

2. Lehrwerke

Neues Lehrwerk für den evangelischen Religionsunterricht ab 2019/20. Jahrgang 5 startet mit "Moment mal!" (Bild: Klett-Verlag)

Evangelischer Religionsunterricht:
Zum Schuljahr 2019/2020 führen wir im 5. Jahrgang das Schulbuch „Moment mal!“ aus dem Klett Verlag ein. Die anderen Klassen arbeiten mit dem bisherigen Lehrwerk „Entdecken-Verstehen-Gestalten“ von Vandenhoeck und Ruprecht weiter. In der Oberstufe wird das „Religionsbuch Oberstufe“ von Cornelsen verwendet.

Katholischer Religionsunterricht:
Im katholischen Unterricht ist das Lehrwerk „Mittendrin: Lernlandschaften Religion“ aus dem Kösel-Verlag eingeführt.

3. Methoden

Die Schülerinnen und Schüler werden im Religionsunterricht angeleitet, religiös bedeutsame Phänomene wahrzunehmen, diese fachgerecht zu erschließen und sich mit diesen vertieft auseinanderzusetzen. Hierbei können Texte gelesen, Bilder oder Symbole betrachtet, ein Film geschaut oder auch Exkursionen zum Beispiel zur Erkundung eines Kirchenraums durchgeführt werden.

Neben analytischen Verfahren kommen auch kreative sowie handlungs- und produktionsorientierte Methoden zum Einsatz. So gestalten die Schülerinnen und Schüler Referate und Präsentationen, kleine Theaterszenen, Plakate oder verfassen eigene kleine Texte.

Auch findet digitales Lernen mit den I-Pads anhand des facheigenen Medienkonzeptes statt, indem beispielsweise Internetrecherchen durchgeführt oder eigene Lernvideos produziert werden.

Das interreligiöse Lernen wird besonders durch die Arbeit mit religiösen „Zeugnissen“ wie einem muslimischen Gebetsteppich oder einer jüdischen Menora bereichert.

Darüber hinaus werden Projekte, zum Beispiel zum Thema Nächstenliebe, durchgeführt.

4. Außerschulische Lernorte

Im Religionsunterricht soll den Schülerinnen und Schülern auch die Möglichkeit eröffnet werden, religiöse Orte eigenständig zu erkunden und auch mit Menschen anderer Religionen ins Gespräch zu kommen.

So gibt es verschiedene Exkursionen zu außerschulischen Lernorten in den einzelnen Jahrgängen, z.B. die Erkundung eines evangelischen und katholischen Kirchenraums in Jahrgang 6 sowie die Besuche einer jüdischen Synagoge, einer islamischen Moschee und eines buddhistischen Tempels in den Jahrgängen 7-10. Auch werden Gäste wie zum Beispiel ein Bestatter oder ein buddhistischer Mönch in den Religionsunterricht eingeladen.

5. Inhalte

Sekundarstufe I

Jahrgang 5Jahrgang 6Jahrgang 7
  • Ich und die anderen
  • Die Bibel
  • Der Mensch als Geschöpf Gottes
  • Angst und Geborgenheit
  • Feste feiern
  • Jesus in seiner Zeit und Umwelt
  • Abraham als Stammvater der abrahamitischen Religionen
  • Religionen entdecken
    (Schwerpunkt Judentum)
  • Evangelische und katholische Christen
  • Jesus und seine Botschaft vom Reich Gottes
  • Rechtfertigung und Reformation
  • Religionen begegnen (Schwerpunkt Islam)
Jahrgang 8Jahrgang 9Jahrgang 10
  • Propheten
  • Die Botschaft vom gnädigen und gerechten Gott
  • Kirche und Ökumene
  • Diakonie und Nächstenliebe
  • Buddhismus
  • Der Mensch in der Schöpfung
  • Jesu Tod und Auferstehung
  • Kirche im 20. Jahrhundert
  • Gottes Gerechtigkeit
  • Leben, Sterben, Tod

Sekundarstufe II

Einführungsphase (Jg. 11)Qualifikationsphase 1/2 (Jg. 12/13)
  • Religion und Identität
  • Glaube und Naturwissenschaft
  • Perspektiven einer christlichen Ethik
  • Möglichkeiten der Bibelauslegung
  • Die Bedeutung der Kirche in der Gesellschaft
  • Grundlagen christlicher Ethik
  • Grundwissen „Bibel“
  • Interreligiöses Lernen
  • Theologie: Die Frage nach Gott
  • Anthropologie: Was ist der Mensch?
  • Christologie: Ein Mensch namens Jesus
  • Ekklesiologie: Kirche im Wandel der Zeit
  • Eschatologie: Die Botschaft vom „Reich Gottes“

 

    6. Aktionen

    Tag der offenen Tür: Am Tag der offenen Tür präsentiert sich das Fach Religion in einem eigenen Raum. Hier werden unter anderem Unterrichtsergebnisse des vergangenen Jahres zum Beispiel in Form von Plakaten ausgestellt. Zudem laden verschiedene Aktionen wie ein Bibelquiz zum Mitmachen sowie biblische Speisen wie der Bibelkuchen zum Probieren ein.

    Einschulungsgottesdienst: Zum Abschluss der Einführungswoche findet in jedem Jahr für die neuen Fünftklässler ein Einschulungsgottesdienst in der Klosterkirche in Barsinghausen statt. Dieser wird zusammen mit der Pastorin Uta Junginger und Schülerinnen und Schülern des 6. Jahrgangs sowie Religionslehrkräften vorbereitet.

    Nächstenliebeprojekt: Mittlerweile ist es Tradition, dass in jedem Schuljahr mindestens ein Kurs ein Projekt zum Thema Nächstenliebe durchführt und so im Sinne der Nächstenliebe andere Menschen unterstützt. So wurde unter anderem die gesamte Schulgemeinschaft aufgerufen, für die Barsinghäuser Tafel zu spenden oder es wurden Kekse gebacken und diese zusammen mit selbstgebastelten Weihnachtskarten im Rahmen einer kleinen Weihnachtsfeier an Senioren des Marienstifts verteilt.

    Interkulturelle Woche: An der einmal jährlich stattfindenden Interkulturellen Woche beteiligen sich Religionskurse des HAG. So wird beispielsweise der Interreligiöse Kalender vorgestellt, in dem  sämtliche Feiertage der Religionen stehen, oder ein Quiz zu Festen in den verschiedenen Religionen angeboten.

    Darüber hinaus finden weitere Aktionen und Projekte statt, über die dann jeweils auf der Homepage informiert wird.

    7. Organisatorisches

    Der Unterricht

    In den Klassen 5 und 6 wird das Fach Religion konfessionell-kooperativ zwei Stunden in der Woche unterrichtet. Das bedeutet, dass alle SchülerInnen, die das Fach Religion angewählt haben, zumeist im Klassenverbund, zusammen unterrichtet werden. Sie haben entweder bei einer evangelischen oder einer katholischen Lehrkraft Unterricht. Alle Kurse arbeiten aber nach einem einheitlichen Lehrplan.

    In Klasse 7 bis 10 findet der Religionsunterricht konfessionell gebunden, also evangelisch oder katholisch, in klassenübergreifenden Kursen zwei Stunden pro Woche statt.

    In Klasse 11 (Einführungsphase) können die Schüler Religion für ein oder zwei Halbjahre anwählen.

    In der Sekundarstufe II (Qualifikationsphase I und II) kann Religion als fünfstündiges schriftliches Prüfungsfach auf erhöhtem Niveau (P3) oder als dreistündiger Kurs auf grundlegendem Niveau gewählt werden. Auf grundlegendem Niveau kann im Fach Religion auch eine schriftliche Abiturprüfung (P4) oder mündliche Abiturprüfung (P5) absolviert werden.

    Das Fach Religion wird bei uns von festen Lehrkräften erteilt. Klicken Sie hier für eine Fachgruppenübersicht.

     

    Bewertung

    In der Sekundarstufe I wird pro Halbjahr eine Klassenarbeit geschrieben, die 40% der Zeugnisnote ausmacht.

    Mit 60% wird die sonstige Mitarbeit gewichtet, zu der neben Beiträgen im Unterricht auch kleine Präsentationen und die Mappenführung zählen.

    In Jahrgang 11 wird eine 90-minütige Klausur geschrieben, die zu 40% in die Zeugnisnote eingeht. Mit 60% wird die sonstige Mitarbeit gewichtet. Dies gilt auch für Q1 und Q2, sofern Religion nicht als Prüfungsfach angewählt würde.

    In Q1 werden, sofern Religion als Prüfungsfach gewählt wurde, im ersten Halbjahr zwei 90-minütige Klausuren geschrieben, die 50% der Zeugnisnote bilden. Die sonstige Mitarbeit zählt 50%.

    Im zweiten Halbjahr wird nur eine 90-minütige Klausur geschrieben, die zu 40% in der Zeugnisnote berücksichtigt wird. Hier zählt die sonstige Mitarbeit 60%.

    In Q2 wird im ersten Halbjahr die Klausur unter Abiturbedingungen und im zweiten Halbjahr eine 90-minütige Klausur geschrieben, die jeweils zu 40% in die Zeugnisnote eingeht. Die sonstige Mitarbeit wird mit 50% berücksichtigt.

     

    N. Schweitzer