• Informationen zur Einführungs- und Qualifikationsphase 2021

    Auch im kommenden Schuljahr starten am Hannah-Arendt-Gymnasium wieder eine Einführungsphase und eine Qualifikationsphase. Schüler*innen des 10 Jahrgangs aller Schulformen, die künftig die Oberstufe besuchen möchten, sowie des 11. Jahrgangs, die sich für die Qualifikationsphase interessieren, können sich jetzt informieren. Die für den 14. und den 19. Januar 2021 geplanten Informationsabende müssen aus Infektionsschutzgründen leider entfallen, alle wichtigen Informationen haben wir aber online zusammengestellt. Wenn sich nicht alle Fragen klären lassen, finden Interessierte hier auch persönliche Kontaktmöglichkeiten.

    Mehr lesen Zum Archiv
  • Unterricht ab 11. Januar im Szenario C

    Der sogenannte Lockdown wurde verlängert. Für die niedersächsischen Schulen bedeutet dies, dass wir nach den Weihnachtsferien im Distanzunterricht starten, dem sogenannten Szenario C. Dies gilt vorerst bis zum Halbjahresschluss Ende Januar. Eine Ausnahme gibt es lediglich für die Q2, unseren Abiturjahrgang.

    Mehr lesen Zum Archiv
  • Unser Beratungsangebot im Distanzlernen

    Derzeit sind bis auf den Abiturjahrgang alle im Distanzlernen. Das bedeutet, dass wir aus den bekannten Gründen unsere Kontakte noch weiter einschränken, viel Zeit zuhause verbringen und dazu auch noch lernen sollen. Für viele ist das sehr herausfordernd. Unser Beratungsteam ist aber für euch da!

    Mehr lesen Zum Archiv

"Randerscheinungen"

Ein Projekt des Schulorchesters mit dem Komponisten Tobias Klich

Was genau klingt eigentlich vor dem Beginn eines Orchesterstücks? Musikalisch scheinen die Ränder bei der Präsentation von Musik zunächst unbedeutend, ist doch die Grenze zum Beginn der "eigentlichen Kunst" noch nicht überschritten. Doch was eröffnet sich, wenn man gerade diesen Randerscheinungen seine volle Aufmerksamkeit schenkt? Verändert die Sensibilisierung für Grenzen - das genaue analytischen Hören dessen, was sonst nicht beachtet wird - die Wahrnehmung von Musik?

Diese Fragestellungen standen am Beginn eines Projektes, das für das Schulorchester des Hannah-Arendt-Gymnasiums Barsinghausen im 2014/2015 entwickelt wurde. Ausgangspunkt war die gemeinsame Analyse verschiedener eigener Proben- und Konzertmitschnitte dieses Schuljahres, die auf diese Weise aus veränderter Perspektive noch einmal erlebt werden konnten. Im kollektiven Prozess sollten die MusikerInnen des Orchesters anschließend versuchen, die aufgenommenen Geräusche und Klänge in Instrumentalmusik zu "übertragen", sozusagen für Orchester zu instrumentieren. Wesentlicher Bestandteil war dabei die Erkundung des jeweils eigenen Instruments auf der Suche nach geeigneten Spieltechniken, um das in der Aufnahme Gehörte nachzuahmen, auf diese Weise in eine andere Dimension zu transformieren und der erneuten Beobachtung zugänglich zu machen.

Das Konzept "Randerscheinungen" entstand u.a. in einer Auseinandersetzung mit der "Musique concrète instrumentale" von Helmut Lachenmann, der in den 70er Jahren bereits ähnliche kompositionspädagogische Konzepte entwickelte. Dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler den Kompositionsprozess aktiv gestalteten, wurde - neben einer stärkeren Identifikation mit dem Ergebnis - neben einer geschärften Aufmerksamkeit für die klanglichen Randbereiche von Musik zugleich das Bewusstsein dafür geschaffen, dass diese (unabhängig von ihrer Notation und dem Zeitpunkt der Entstehung) nicht ein für allemal festgeschrieben ist, sondern im jeweiligen Aufführungskontext immer neu entsteht.

Tobias Klich / Alban Peters